SEO-Checkliste für die neue Website: Was von Anfang an stimmen muss
Die schönste Website nützt nichts, wenn sie niemand findet. Die gute Nachricht: Die SEO-Grundlagen sind kein Hexenwerk, sondern Handwerk - und sie sind beim Neubau fast kostenlos, während das Nachrüsten teuer wird.
Suchmaschinenoptimierung hat den Ruf, kompliziert und teuer zu sein. Für lokale Unternehmen und kleine Firmen gilt das Gegenteil: 80 Prozent des Effekts kommen aus Grundlagen, die bei der Erstellung schlicht richtig gemacht werden müssen. Dieser Artikel zeigt, welche das sind - damit du sie einfordern kannst, egal ob du selbst baust oder einen Webdesigner beauftragst.
Die 7 SEO-Grundlagen jeder neuen Website
Lokale Suche: der wichtigste Hebel für regionale Unternehmen
Wer Kunden aus der eigenen Stadt gewinnen will, braucht neben der Website zwei Dinge: ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil (Kategorie, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen) und lokale Signale auf der Website selbst - Stadt und Region in Seitentiteln und Texten, vollständige Kontaktdaten auf jeder Seite, eingebundene Anfahrt. Für Unternehmen mit mehreren Standorten gilt: eine eigene Seite pro Standort, jeweils mit individuellen Inhalten statt kopiertem Text mit ausgetauschtem Stadtnamen.
Inhalte, die ranken: Fragen deiner Kunden beantworten
Suchmaschinen (und zunehmend KI-Assistenten) belohnen Seiten, die konkrete Fragen vollständig beantworten. Sammle die zehn Fragen, die dir Kunden am häufigsten stellen - "Was kostet ...?", "Wie lange dauert ...?", "Brauche ich ...?" - und beantworte jede davon ehrlich und ausführlich auf deiner Website. Das schlägt jeden generischen "Willkommen auf unserer Homepage"-Text, weil es genau die Suchanfragen trifft, die deine Kunden tatsächlich stellen.
Diese SEO-Fehler kosten am meisten
- Relaunch ohne Weiterleitungen: Der teuerste Einzelfehler überhaupt - Details in der Relaunch-Checkliste.
- Website für Suchmaschinen gesperrt: Das "noindex" aus der Entwicklungsphase bleibt nach dem Go-Live aktiv. Kommt erschreckend oft vor - einmal prüfen dauert eine Minute.
- Ein-Seiten-Website für zehn Leistungen: Onepager sehen modern aus, können aber nur für ein Thema ranken.
- Riesige Bilder: Unkomprimierte Fotos direkt von der Kamera machen jede Seite langsam - und Ladezeit ist ein Rankingfaktor.
- Duplizierte Stadt-Seiten: Zwanzig identische Seiten mit ausgetauschtem Ortsnamen stuft Google als minderwertigen Inhalt ein und ignoriert sie.
So prüfst du, ob ein Webdesigner SEO wirklich beherrscht
- Frag nach einem Referenzprojekt und such die Firma bei Google: Rankt sie für ihre Leistung plus Stadt?
- Frag, was konkret im Angebot unter "SEO" enthalten ist. Gute Antwort: Struktur, Meta-Daten, Ladezeit, Search-Console-Einrichtung. Schlechte Antwort: "SEO-Paket für 990 Euro extra" ohne Inhaltsangabe.
- Frag beim Relaunch nach dem Weiterleitungskonzept - die Antwort trennt Profis von Baukasten-Bedienern.
SEO-Grundverständnis ist eines der zehn Kriterien im Ratgeber Woran du einen guten Webdesigner erkennst. Anbieter mit nachgewiesenen Schwerpunkten findest du im 2page-Verzeichnis - oder du forderst direkt kostenlose Angebote an und stellst die drei Prüffragen im Erstgespräch.
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